Lars Wernecke

King Arthur (Schaffhausen)

 

King Arthur
Semi-Oper von Henry Purcell
Stadttheater Schaffhausen, 2004

Musikalische Leitung: Werner Geissberger
Inszenierung: Lars Wernecke
Bühnenbild: Diego Häberli
Kostüme: Bianca Gähweiler
Schauspieler: Theatergruppe der Kanti Schaffhausen
Sänger: Nicola Brügger, Ornella Lapadula, Esther Geissberger, Simone Hofstätter, Simon Witzig, Gerhard Stamm





 

Auszug aus der Kritik der Schaffhauser Nachrichten 10.4.2004:

Die Zeiten, in denen Henry Purcells barocke Semi-Oper „King Arthur“ konzertant dargeboten wurde, scheinen der Vergangenheit anzugehören. In einem dreistündigen Kraftakt hat nun die Kantonsschule Schaffhausen das zwischen Schauspiel und Oper changierende Werk auf die Bühne des Stadttheaters gestellt - und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.

Es war wohl ein Glücksfall, dass die Anglisten an der Kanti von der Wucht der Aufgabe, eine spielbare Übersetzung des Dryden-Textes herzustellen, überrascht wurden und auf einen Ausweg sannen. Der wurde in Gestalt des Berliner König-Arthur-Experten Lars Wernecke bald gefunden. Wernecke hatte bereits selbst eine modernisierte Textfassung erstellt, und auch als Regisseur brachte er einschlägige Erfahrungen im Umgang mit dem Arthur-Stoff mit. Der glückliche Fall eines Deus ex Machina. Was der 1966 geborene Inszenierungskünstler zusammen mit den Kantischülerinnen und -schülern auf die Beine stellte, wird vor allem derjenige zu schätzen wissen, der einmal erlebt hat, wie unbeholfen sich sonst gar nicht verlegene Personen auf einer Bühne benehmen können. So aber lebte jede Szene, war der Chor keine amorphe Menschenmasse und entwickelten die Darstellerinnen (und nur Schülerinnen betätigten sich als Schauspielerinnen) eine ganz erstaunliche Bühnenpräsenz. …