Lars Wernecke

Die Zofen

Die Zofen
Schauspiel von Jean Genet
Schauspiel Essen, 1997

Inszenierung: Lars Wernecke
Bühnenbild: Monika Gora
Kostüme: Anja Müller
Solange: Denis Petkovic
Claire: Benjamin Morik
Gnädige Frau: Rezo Tschchikwischwili

Foto 1: Matthias Jung 




 

Auszug aus der Kritik der Ruhr-Nachrichten 15.3.97:

In Essen gab es ein Wiedersehen mit Genets Stück „Die Zofen“. Dass das Stück auch heute noch seinen Reiz hat, beweist der junge Lars Wernecke (Regie). …

Auszug aus der Kritik der WAZ 15.3.97:

… Regisseur Lars Wernecke verlegt das Vexierspiel der Schwestern Claire und Solange, die in Abwesenheit der Gnädigen Frau deren Rolle annehmen und die Herrin zum Schein ermorden, ins Gefängnis. Das macht Sinn aus der Biographie Genets, der die Hälfte seines Lebens eingekerkert war. Und es unterstreicht die Abhängigkeit der in Hassliebe aneinander geketteten Zofen.

Auszug aus der Kritik der NRZ 15.3.97:

… Jean Genet, dem Theater-Provokateur und Bürgerschreck, wird im Studio des Essener Grillo-Theaters die Reverenz erwiesen. Denn Regisseur Lars Wernecke spürt den Figuren Genets als fremde Zwitterwesen nach – und besetzt die Frauenrollen männlich. Der Mann als Frau in Lack und Leder. Eine durchaus heikle Angelegenheit, die Wernecke mit Feingefühl löst. …

Auszug aus der Kritik des Stadtmagazins  Foyer 4/97:

… Der Spiegel als Symbol für den Dualismus zweier gegensätzlicher Welten, als Synthese von Wirklichkeit und Imagination kennzeichnet das Stück „Die Zofen“ von Jean Genet, in dem Regisseur Lars Wernecke die gleichzeitige Präsenz der verschiedenen Positionen eindrucksvoll in Szene setzt. … Auf der kleinen Studiobühne, aus der Monika Gora eine mit Blumen besäte Todeszelle macht,  wird die rasante Ebenenverschiebung zu einem Rausch. …